Vonderdell Uwe
Zur Konfirmation bekam ich meine erste Spiegelreflexkamera, eine Zeiss IKON ICAREX 35TM.Mit M42 und Wechselsucher. In der Folgezeit ging alles Geld, das ich bei Ferienjobs verdiente, in die Fotoausrüstung. Ich machte damals schon mit einfachen Mitteln Nahaufnahmen von Pflanzen und Insekten, aber auch die Schwarz-Weiss-Fotografie mit eigenem Labor machte mir ungeheuer Spaß. Da das Schraubgewinde sich als Sackgasse darstellte, Zeiss die Produktion einstellte, wechselte ich nach meiner Ausbildung zu einer Pentax MX mit Festbrennweiten von 20-200mm.Insbesondere das 20mm Weitwinkel in Verbindung mit einem Polfilter hatte es mir angetan, aber auch das recht lichtstarke Teleobjektiv 100mm. So ging das fast 25 Jahre, irgendwann kam dann noch ein zweites Gehäuse mit Autofokus und Belichtungsautomatik dazu. Reise-, Natur-und Makrofotografie waren damals, wie heute die Schwerpunkte. Mitte der 80er gab es einen Ausflug in die Mittelformatfotografie mit einer Zenza Bronica mit verschiedenen Wechselobjektiven und -Magazinen .Tolle Ergebnisse, aber ziemlich schwerfällig und unflexibel, insbesondere auf Reisen. Anlässlich einer Indienreise kam ich 2005 mit der Digitalfotografie in Kontakt. Sofortige Kontrolle der Ergebnisse, sichern und speichern auf Codas wars!
Bald darauf war ich Besitzer einer Nikon Bridgekamera, der Coolpix 8800.Diese Kamera vereinte eigentlich alle Eigenschaften meiner
analogen Ausrüstung, und sogar mehr. Nur sie war einigermaßen langsam, was zunehmend ein Problem für mich darstellte.
Dann sollte ein über 20 Jahre gehegter Traum in Erfüllung gehen: eine Reise nach Burma, dem heutigen Myanmar. Das war für mich Motivation genug, mich mit digitaler Spiegelreflexkameratechnik auseinanderzusetzen: eine Nikon D80, mit der ich heute noch fotografiere, wurde angeschafft. Objektive von 12-500mm kamen im Lauf der Zeit dazu. So wurden die technischen Möglichkeiten immer weiter verbessert, aber auch das Gewicht der Ausrüstung vergrößerte sich. Eine zweite Ausrüstung, eine Panasonic Lumix G2,inzwischen mit einem weiteren Gehäuse und entsprechenden Objektiven kam dazu. Das geringe Gewicht, im Zusammenspiel mit zusätzlichen Möglichkeiten, wie Liveview und Live- Histogramm, ebenso das Touch-Display erweitern die fotografischen Möglichkeiten. Wenn es auf geringes Gewicht, schnelles Zupacken ankommt, ist diese Kamera mein ständiger Begleiter. Der Kontakt mit den Fotofreunden Rheinstetten kam genau zur rechten Zeit: die Bildbearbeitung, insbesondere die RAW-Fotografie und ihre immensen Möglichkeiten lagen bei mir noch ziemlich im Argen. Im direkten Gespräch mit Vereinsfreunden habe ich so in den letzten Monaten enorm dazugelernt. Außerdem machen die Vereinsabende einfach Spaß...